Willkommenskultur und Vielfalt

Schultütenüberreichung

Unsere Schule ist ein Ort des Zusammenlebens von Kindern und Jugendlichen, die in Deutschland geboren sind und jene, die auf der Flucht vor Krieg und Armut nach Deutschland kommen, von Schülerinnen und Schülern aus schwierigen sozialen Umfeldern und jenen aus privilegierten Elternhäusern, von Menschen mit und ohne Behinderung.

Wir legen viel Wert darauf Unterschiede als selbstverständlich anzusehen und Offenheit gegenüber „Anderen“ zu leben. Um diese Werte im Schulalltag leben und ein erfolgreiches Lernen gewährleisten zu können ist es wichtig, dass sich unsere Schülerinnen und Schülern bereits vom ersten Tag an in unserer Schule wohlfühlen. Daher ist ein „gutes Ankommen“ besonders wichtig.

Der Tag der offenen Tür bietet sowohl den Kindern als auch ihren Eltern die Möglichkeit unsere Schule und Schülerschaft kennenzulernen. Die Kinder können im Rahmen verschiedener Unterrichtssequenzen in unseren Unterricht und das gemeinsame Miteinander hineinschnuppern. Sie lernen das Gebäude kennen und was sie zu Beginn des neuen Schuljahres erwarten wird. Für die Eltern gibt es seitens der Schulleitung erste Informationen und die Möglichkeit Frage zu stellen und sich über die Schule und das Schulleben zu informieren.

Umfassende Informationen erhalten die Eltern zudem beim Anmeldungsgespräch. Viele Eltern verfügen nur über geringfügige Sprachkenntnisse und zeigen sich häufig sehr zurückhaltend. Daher erhalten alle Eltern bei der Anmeldung eine Art „Infomappe“. In dieser Mappe sind Informationen zum Schulalltag, zu den Schulregeln und vorformulierte Sätze für Anrufe/Krankmeldungen an der Schule auf verschiedenen Sprachen enthalten, sodass sich nicht nur die SuS, sondern auch die Eltern an der Schule willkommen fühlen.

Anschreiben, wie z.B. zu den Elternsprechtagen, werden für die Eltern vereinfacht und stehen auf verschiedenen Sprachen zur Verfügung.

Um sich bestmöglich orientieren zu können, hängt neben dem Verwaltungstrakt ein Raumplaner. Dieser ist mit Symbole und Bildern versehen, sodass auch sprachschwache Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern sich im Gebäude zurechtfinden können.

Dieser Kennzeichnungen sind ebenfalls an den Türen der entsprechenden Räume zu finden.

 

In der letzten Schulwoche findet jedes Jahr eine Art „Projektwoche“ statt. In dieser Woche fertigen die Schülerinnen und Schüler der Vorbereitungsklassen kleine Schultüten an und füllen diese mit Schulmaterialien wie Stifte, Radiergummis oder Linealen. In der ersten Schulwoche nach den Sommerferien werden diese den neuen Schülerinnen und Schülern der fünften Jahrgangsstufe und den Vorbereitungsklassen unter dem Motto „Willkommen an unserer Schule – Schön, dass du da bist“ übergeben. Diese Idee entstand gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der Vorbereitungsklassen. Dieser Willkommensgruß soll neben Anerkennung und Wertschätzung auch ein Zeichen der Toleranz sein und helfen bereits zu Beginn eine Brücke zwischen verschiedenen Kulturen und Nationalitäten zu schlagen. Zusätzlich erleichtert das in der Schultüte enthaltene Schulmaterial den Schulstart für die Kinder, die durchaus aus finanziellen Gründen ohne Material in die Schule kommen.

Doch nicht nur neuen Schülerinnen und Schülern der Schule soll der Start in der neuen Klasse erleichtert werden, sondern auch denen, die aus den Vorbereitungsklassen in die Regelklassen übergehen. Neben eines umfassenden Hospitationszeitraumes während des Schuljahres zuvor stehen allen neuen Schülerinnen und Schülern Ansprechpartner und Paten in den neuen Klassen zur Verfügung, sodass eine angstfreie Wohlfühlatmosphäre für alle geschaffen wird.